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BFV_BestPractice_Broschuere_2016

Umsetzung • Mit den umliegenden (Grund-)Schulen wurden Kooperationen vereinbart. Im Fokus stehen dabei regelmäßige Schnuppertrainings für Mädchen. • Ein FSJler kümmert sich um organisatorische Aufgaben, schiebt neue Projekte an, übernimmt auch Traineraufgaben und kümmert sich um den Zustand der Sportanlagen. • Neue Vereinsphilosophie: jeder ist willkommen, jeder darf mitspielen – im Zweifel zu Lasten des kurzfristigen sportlichen Erfolgs. • Mädchen der älteren Jahrgänge bekommen Verantwortung für die jüngeren Jahrgänge übertragen. • Trainer und Betreuer genießen viele Freiheiten bei der Gestaltung der Trainingsinhalte und der Teamführung, wobei die oben genannte Vereinsphilosophie den Rahmen vorgibt. • Überarbeitung der Homepage im Sinne einer modernen Außendarstellung. • Regelmäßige Schulungen der Trainer und Betreuer unter anderem durch Verbandsangebote wie DFB-Mobil und weitere kostenlose Schulungen. • Gemeinsame Freizeitaktivitäten fördern das Miteinander der Mädchen. Der Schwerpunkt liegt auf den Wintermonaten, um die Mädchen nicht in der Schlechtwetter-Phase zu verlieren. Kontrolle • Innerhalb von vier Jahren konnten bis auf die F-Jugend alle Altersklassen besetzt werden, zum Teil doppelt (C-/D-Jugend). • Die Schulkooperationen haben sich bewährt: Die Schnuppertrainings sorgen für regelmäßi- gen Nachschub an interessierten Mädchen und auch die Schulen profitieren durch die gestiegene Qualität ihrer Mädchenmannschaften, die an Schulwettbewerben erfolgreich teilnehmen. • Insbesondere über die Mund-zu-Mund- Propaganda von Spielerinnen wurden viele neue Mädchen für den Verein rekrutiert. • Die Freiheiten, die die Trainer/Betreuer genießen, sorgen für eine hohe Motivation und hohe Vereinsidentifikation der Vereinsmitarbeiter. SpVgg Markt Schwabener Au – Mädels auf den Platz 3 5 • Für den neuen Ansatz haben sich viele Eltern begeistert. Aus deren Kreis wurden zahl- reiche neue Unterstützer, Trainer und Betreuer generiert. • Regelmäßige Informationsveranstaltungen festigten die Vereinsphilosophie bei allen Be- teiligten und insbesondere das Verständnis bei den Eltern. Fazit Durch die Schulkooperationen hat der Verein eine solide Basis geschaffen, um immer wieder neue Mädchen für die Nachwuchsmannschaften zu gewinnen und die „neue“ Vereinsphilosophie hat den Verein für eine größere Masse potenzieller Spieler- innen attraktiv gemacht. Beide Ansätze sind grundsätzlich von jedem Verein zu adaptieren – sofern Schulen in der Nähe sind. Der jährlich wechselnde FSJler übernimmt wichtige organisatorische Auf- gaben im Verein und entlastet die Vereinsverantwortlichen (auch in jedem Verein möglich). Die ersten ein, zwei Jahre waren noch stark vom Engagement Einzelner abhängig. Mittlerweile funktioniert das „System“ der SpVgg relativ personenunabhängig. Der Erfolg hat die SpVgg Markt Schwabener Au zu einem „Ausbildungsverein“ gemacht. Die besten Mädchen werden regelmäßig von höherklassigen Vereinen abgeworben. Dadurch kommt es bei den jeweiligen Mannschaften zwangsläufig zu einem vorübergehenden Leistungsabfall. Auf diese Schwankungen müssen alle im Verein und insbesondere die Spielerinnen und deren Eltern vorbereitet werden. Schulkooperationen als Basis für sechs Juniorinnenmannschaften. Markus Straub und Siggi Huber Mehr Infos zum Verein unter: www.markt-schwabener-au.de


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