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BFV_BestPractice_Broschuere_2016

DJK SV Altdorf – Schiedsrichter finden ist kein Hexenwerk 33 „Die Schiedsrichter werden in alle Bereiche des Vereins eingebunden.“ Hans Putzke, Schiedsrichter in Pension und Platzkassier Mehr Infos zum Verein unter: www.djkaltdorf.de wieder zurückgebracht. Alle „Schiedsrichter- Insassen“ (mittlerweile 14) pfeifen die Jugendturniere beim alljährlichen Sommerfest, einige sogar regelmäßig im ordentlichen Spielbetrieb – mittlerweile auch ohne Begleitung. • Aktuell stellt die DJK SV Altdorf insgesamt 36 Schiedsrichter im Alter von 16 bis 70 Jahren. Einige agieren auch als Schiedsrichter-Beobachter. • Auch die ausgeschiedenen aktiven Schiedsrichter bleiben dem Verein erhalten. So fungiert mit Hans Putzke einer der Schiedsrichter, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr pfeifen kann, mittlerweile als Platzkassier, Vereins-Ehrenamtsbeauftragter und Vereins- Schiedsrichterbeauftragter. • Zudem sind auch die Funktionen des Alt- Herren-Leiters, des Gebäudewarts und zweier Jugendtrainer mit Schiedsrichtern besetzt. • Alljährlich am Sonntag vor Weihnachten werden alle Ehrenamtlichen, zu denen auch die 36 Schiedsrichter gehören, zu einem weihnachtlichen Essen als Dankeschön eingeladen. • Sämtliche Gebühren oder Strafen, die der Schiedsrichter selbstverschuldet hat und er – genau wie die Vereine auch – an den Verband zahlen muss, übernimmt die DJK SV Altdorf für ihre Schiedsrichter. Allerdings findet zur Aufarbeitung, und damit das nicht wiederholt passiert, immer ein persönliches Gespräch statt. • Der Verein schlägt die Schiedsrichter regel- mäßig auch für kommunale Ehrungen vor. So wurden Wolfgang Stark und Daniel Darandik im Rahmen der Sportlerehrung des Marktes Altdorf ausgezeichnet. Wolfgang Stark erhielt dabei die „Glasstele“ des Marktes, die höchstmögliche Auszeichnung. Kontrolle und Anpassung • Vorstand Walter Amberger selbst kennt alle seine Schiedsrichter und sucht regelmäßig das Gespräch mit ihnen, so dass er eine Rückmeldung erhält und bei Schwierigkeiten einer der ersten Ansprechpartner ist und Hilfestellungen geben kann. • Ein intensives „Kümmern“ um die Schiedsrichter und die Integration in die Vereinsgemeinschaft ist sicher ein Schlüssel, diese auch langfristig an den Verein zu binden, hat allerdings auch schon in einem Einzelfall dazu geführt, dass dieser sich wieder vom Schiedsrichteramt abgewendet hat. Fazit Das familiäre Umfeld des Landshuter Stadtrandklubs mit seiner Sportanlage und Gastwirtschaft trägt zu sportlichen Leistungen und zu einem Wohlfühlklima bei. Es fördert zusätzlich ein Ambiente, in dem sich die Schiedsrichter wohlfühlen, und schafft eine gewisse „Heimat“. Unter dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ nennt Walter Amberger eines der Erfolgsgeheimnisse der hervorragenden Schiedsrichterquote in quantitativer, aber auch qualitativer Hinsicht. Selbst wenn nicht jeder Verein mit einer JVA zusammenarbeiten kann, ist das Konzept sicher auch auf andere Klubs übertragbar. Sei es durch eine Kooperation mit einer Schule, einem Betrieb oder einer Universität – in all‘ diesen Institutionen kann die Lehre durch das Schiedsrichterwesen (Meinungsstärke, Auftreten, rhetorisches Geschick, Durchsetzungsfähigkeit, etc.) eine Lehre fürs Leben werden. Walter Amberger, 1. Vorsitzender


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