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BFV_BestPractice_Broschuere_2016

• Als weitere Herausforderung ergaben sich personelle Umbesetzungen, da der damalige Vorsitzende Sven Schüller, der bereits 2010 seinen Rücktritt für 2014 bekannt gegeben hatte, tatsächlich vor Baubeginn sein Amt zur Verfügung stellte, sein Wissen allerdings als Leiter der neunköpfigen Sportplatzbaukommission, weiter einbrachte. Zusammen mit seinem jungen Nachfolger Nico Rogge, der sich kurzfristig bereit erklärte, den Vorsitz zu übernehmen, und insbesondere dem Kassier Michael Ferger, der sämtliche Anträge und Kostenplanungen verwaltete, wurde das Vorhaben in Angriff genommen. • Viele Vorarbeiten und auch viele Arbeiten des Sportplatzbaus konnten durch Mitglieder des Vereins in Eigenleistung übernommen werden, so dass von Mitte 2014 bis Mitte des Jahres 2015 nahezu wöchentlich Arbeitsdienste am Sportgelände stattfanden. In dieser Zeit taten sich ins- besondere die älteren Mitglieder durch herausragenden Einsatz hervor, während die Jungen Umsetzung • Da der Grund neben dem aktuellen Fußballplatz einer Privatperson gehörte, mussten zunächst viele Gespräche geführt werden, um diesen überhaupt zu erwerben. Der Verein zog einen Architekten hinzu und prüfte als zweite Möglichkeit, den bereits bestehenden Platz etwas zu verlegen und davor einen zweiten Trainings- platz zu bauen. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass diese Option deutlich kosten- intensiver gewesen wäre als der Neubau an anderer Stelle. • Auch die Gemeinde Oerlenbach sah das Problem des Fußballfeldes beim TSV und kaufte der Privatperson nach einigen Gesprächen im Jahr 2009 schließlich den Grund ab, so dass dieser als Erbpachtgrund an den TSV Oerlenbach zum Sportplatzbau vergeben werden konnte. Allerdings war seitens des Vereins eine größere Pachtvorleistung notwendig, die allerdings durch Eigenkapital getätigt werden konnte. • Der Architekt, ein Vereinsmitglied, plante mit einer Investitionssumme von 300.000 Euro, während die Wunschfirmen für Erdbau und Sportplatzbau mit Berechnung aller Kosten insgesamt 80.000 Euro weniger veranschlagten. • Die Mitgliederversammlung im Jahr 2010 mit 100 anwesenden Mitgliedern brachte das entscheidende einstimmige Votum, den Sportplatzbau in der günstigeren Variante zu verwirklichen. • Am Ende sollte der Architekt allerdings mit seiner Kostenschätzung richtig liegen, da mit sämtlichen Vorgaben von Normen immer wieder Mehrkosten anfielen. Ausschließlich durch die Einhaltung dieser Normen war eine staatliche Förderung durch Gemeinde und insbesondere BLSV möglich. • Dem Förderantrag, der bereits im Oktober 2010 beim BLSV zur Prüfung einging, wurde erst im Januar 2012 stattgegeben und – nach weiteren Vorleistungen des Vereins, die nach und nach schriftlich mitgeteilt wurden – im Dezember 2013 final genehmigt. Bis der Bau tatschlich beginnen konnte, kam es aber zu weiteren Schwierigkeiten seitens der Behörden. Eine öffentliche Ausschreibung der Gewerke wurde nötig, die erneut Zeit und Geduld erforderte. Diese wurde dann letztlich im April 2014 veröffentlicht, im Juli 2014 standen dann eine Erdbaufirma und eine Sportplatzfirma bereit. TSV Oerlenbach – Sportplatzbau, so kann’s gehen 15 Nico Rogge mit dem erfolgreichen Spendenplakat Mehr Infos zum Verein unter: tsv-oerlenbach.de


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