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BFV_BestPractice_Broschuere_2016

werden für Spiele des älteren Jahrgangs regelmäßig hochgezogen, um Engpässe zu kompensieren und die Gemeinschaft zu stärken – auch wenn dadurch eventuell die „Stammmannschaft“ geschwächt wird. Erwachsene, aber weniger leistungsorientierte Spieler werden in einer zweiten Herrenmannschaft aufgefangen und damit im Verein gehalten. • Der Verein hat sein langfristiges Ziel, wieder alle Jugendmannschaften zu besetzen, früher erreicht als geplant. Ebenso ist im Laufe der letzten Jahre eine sehr hohe Vereinsidentifikation entstanden und das Vereinsimage in der Gemeinde ist wieder gut bis sehr gut. Jetzt geht es vorrangig um den Erhalt, die Stärkung der Strukturen sowie eine möglichst hohe Personenunabhängigkeit. Fazit • Der Verein hat die geänderten Rahmenbedingungen und Anforderungen für einen Fußballverein in einer kleinen Gemeinde erkannt und sich entsprechend neu aufgestellt. Erziehung und Sozialarbeit gehören im Nachwuchsbereich unbedingt dazu. Fußball spielen alleine reicht nicht in der Konkurrenzsituation mit anderen Freizeitangeboten. Die neuen und klaren Regeln schaffen Verbindlichkeit und machen den Verein berechenbar und vertrauenswürdig. Besonders der „Wertekanon“ und dessen Durch- setzung haben dem Verein neuen Schub verliehen. Allerdings muss der Verein akzeptieren, dass dies unter Umständen zu Lasten der sportlichen Erfolge geht. Dieses Denken im Verein zu verankern, bedeutet regel- mäßige Überzeugungsarbeit. Die Verantwortlichen müssen nicht nur Hand in Hand arbeiten, sondern idealerweise langfristig zusammen- arbeiten und das Führungsteam muss stehen, bevor es losgeht. Mögliche Personalquerelen auf Führungsebene müssen unbedingt vorher geklärt werden. Grundsätzlich ist es aber überall möglich, diesen Weg zu gehen und zumindest in wesentlichen Teilen umzusetzen. Insbesondere die Identifikation schaffenden Maßnahmen brachten schon kurzfristig Erfolg und bescherten dem Verein ein nachhaltig positives Image und neue Handlungsoptionen. • Trotz der sehr professionellen und strukturierten Herangehensweise ist der Erfolg laut Aussage des Vereins nach wie vor aber nur begrenzt personenunabhängig möglich, da nahezu alle Mitglieder des Kompetenzteams gleich mehrere wichtige Kompetenzen vereinen (Kombination z.B.: A-Lizenz-Inhaber, langjähriger Jugendtrainer in Spitzenvereinen und Führungsqualität als erfahrener Schulrektor). Dadurch kann das Kompetenzteam ohne Qualitäts-/Know-how-Verluste klein gehalten werden, was die internen Arbeitsabläufe und Abstimmungen wesentlich vereinfacht. Der Verlust eines Kompetenzteam-Mitglieds wäre auch trotz des bisherigen Erfolgs und der wieder gestärkten Struktur (kurzfristig) nur schwer zu kompensieren. 10 TSV Egmating – Vereinsleben erfolgreich wiederbelebt Die Ferienangebote des Vereins sind immer gut besucht Groß und Klein haben viel Spaß beim „neuen“ TSV Egmating


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